[Impulse]

Diese Stelle ist meinen Gedanken und Erfahrungen während beruflicher Aktivitäten sowie Reisen gewidmet. Hier schreibe ich über das, was mich freut und ärgert. Weshalb? Um Impulse zu geben!

März 2017

Gästebedürfnisse zwischen Luxus und Askese – München, 05.03.17

Während sich international agierende Hotelgesellschaften wie ACCOR (u. a. Raffles, Fairmont, Sofitel, ibis, Mama Shelter, adagio, 25hours), Marriott (u. a. Ritz-Carlton, Edition, Renaissance, W Hotels, Courtyard) oder Hilton (u. a. Waldorf Astoria, Conrad, Doubletree, Garden Inn, Hampton) mit einer Mehrmarkenstrategie auf die Bedürfnisse und Ansprüche verschiedener Gästegruppen in unterschiedlichen Lebensstilsituationen und der damit einhergehenden Preisbereitschaft eingestellt haben, beklagen vor allem vielfach Individualhoteliers das hybride Kundenverhalten. Der multioptionale Gast von heute sei nicht mehr berechenbar und kaum noch beeinflussbar, heißt es resignierend.

Neben dem Faktum der Verdrängungsökonomie mit zumeist extremem Angebotsüberhang und den daraus resultierenden Preiskämpfen hat die Digitalisierung bestens informierte Kunden hervorgebracht, die Angebote sowie Wertschöpfungsketten durchschauen und ihr Kaufverhalten an die jeweilige Situation anpassen. Der Begriff „Luxese“ – Wortschöpfung aus den Begriffen „Luxus“ und „Askese“ kennzeichnet das Phänomen.

Konsumenten recherchieren bei austauschbaren Angeboten – Verbrauchsgüter wie beispielsweise Lebensmittel aber auch in Bezug auf Hotelangebote ohne erkennbaren Mehrwert –  nach dem günstigsten Preis, um hierdurch ihr Budget zu­gunsten von anderen Gü­tern (z.B. jenen des demonstrativen Konsums) zu entlasten. Beispiel hierfür ist ein Gast, der mittags am Imbiss eine Currywurst verzehrt und abends in einem Gourmetrestaurant ein Mehrgangmenü mit korrespondierenden Weinen bestellt. Dabei ist der hybride Konsument gegenüber dem Smart Shopper, der generell Qualitätsware zu möglichst geringen Preisen erwerben möchte, deutlich abzugrenzen.

Zudem muss der gastgewerbliche Unternehmer überlegen, in welcher Lebensstilsituation sich der Gast während seines Aufenthaltes jeweils befindet. Ist die Person Konferenzteilnehmer oder Referent, ist sie mit ihrer Familie im Hotel oder hat sie ein Rendezvous, befindet sie sich auf Geschäftsreise oder im Erholungsurlaub? Ein und dieselbe Person weist situativ andere Bedürfnisse und daraus resultierend unterschiedliche Verhaltensweisen auf.

Psychologie und hybrides Kundenverhalten

Ist der hybride Gast weniger beeinflussbar? Hat er sich schon vor Vertragsabschluss entschieden, wann, wo und wofür er eher weniger oder mehr Geld ausgibt? Wie konstant und konsequent ist seine Entscheidung?

Psychologische Experimente zeigen, dass die Höhe des Rechnungsbetrages durchaus beeinflussbar ist. Beispielsweise wurde erforscht, dass Kunden bei französischer Musik im Lebensmittelhandel eher französische Produkte kaufen, bei italienischer Musik eher italienische Lebensmittel; im Weinfachhandel wurde zudem festgestellt, dass Kunden bei klassischer Musik im Schnitt doppelt so teure Weinflaschen kaufen, wie bei Chart-Musik. Der Kontext beeinflusst das Verhalten der Konsumenten. Musik weckt im Gehirn Assoziationen, die bestimmte Produktkategorien oder einen bestimmten Lebensstil nahelegen. So ist klassische Musik mit einem gehobenen Lebensstil assoziiert und beeinflusst unbewusst die Preiskategorie, in der Kunden einkaufen. Musik, Geruch, Geschmack aber auch das Wetter sind nur einige von vielen Kontext-Einflüssen auf das Kundenverhalten (Becker, Florian (2015): Hybride Kunden als Chance: Offensive statt Resignation, online unter: www.absatzwirtschaft.de/hybride-kunden-als-chance-offensive-statt-resignation-66471, Einsehdatum: 05.03.17).

Die a-ja Resorts sind mit dem sogenannten Baukastensystem erfolgreich: Der Gast zahlt einen niedrigen Basis-Preis für die Übernachtung und entscheidet Tag für Tag, ob er bereit ist, auch für Extras wie Frühstück, Sauna oder den Pool Geld auszugeben. Ähnlich wie in einem Steakhouse, in welchem zu dem Fleisch die Beilagen separat geordert und bezahlt werden müssen. Letztendlich fällt die Rechnung zumeist genauso hoch aus, wie in einem Hotel oder Restaurant mit regulärer Preisgestaltung. Aber der Gast hat – zumindest zu Beginn – das Gefühl eines preisgünstigen Angebots.

Interessant sind die Resultate folgender selbst durchzuführender Feldforschung: In einem Restaurant, in dem überwiegend männliche Servicemitarbeiter männliche Gäste bedienen und in einem Hotel, in welchem Empfangsmitarbeiterinnen fast ausschließlich weibliche Gäste einchecken, werden jeweils bevorzugt Mitarbeiter des anderen Geschlechts eingesetzt. Wie verhält es sich mit Umsatz und Trinkgeld? Bedingt dadurch, dass sich viele Menschen zumeist lieber vom anderen Geschlecht bedienen lassen, werden sich Umsatz und Trinkgeld in der Regel signifikant erhöhen. Auch Up- und Cross-Selling Maßnahmen werden erfolgreicher verlaufen, wenn diese Regel Beachtung findet.

[Auszug aus Gruner, Axel: Hybride Gäste gewinnen und loyalisieren, Passport – Zeitschrift der Fakultät für Tourismus, Hochschule München, 1/ 2017, S. 42-44]

November 2016

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No design, no future?!– London, 20.11. – 23.11.16

Ende November verließ ich für drei Tage Deutschland, um in London internationale Vorreiter des (Budget) Design Lifestyle Segments kennenzulernen.

Unzweifelhaft ist London anders. Und diese Extravaganz der britischen Hauptstadt spiegelt sich auch in ihrem Hotelmarkt.

Gleichsam im Dornröschenschlaf scheint sich die deutsche Hotellerie noch immer zu befinden, vergleicht man sie mit den pulsierenden und ausgefallenen Konzepten, welche ich in London zu Gesicht bekam. Trends wie exklusive Punsch-Bars, kostenfreie Co-Working-Spaces, Self-Check-In-Terminals, interaktive Infowände im Lobbybereich sowie aufs Äußerste flächenoptimierte Hotelzimmer mit jüngster technologischer Ausstattung sind in Deutschland bislang eher vereinzelt angekommen.

URLs der erkundeten Hotels:

http://de.acehotel.com/london

www.citizenm.com/destinations/london/tower-of-london-hotel

www.editionhotels.com/london

www.motel-one.com/de/hotels/london/

www.premierinn.com/gb/en/hotels/england/greater-london/london/hub-london-tower-bridge.html

www.thezhotels.com/z-shoreditch

https://thehoxton.com/london/shoreditch/hotels

Oktober 2016

Pizza aus dem Truck vom Feinsten – München, 21.10.16

Mobile Food-Trucks gibt es mittlerweile viele. Doch nur wenige schaffen es, den verrückten Eismacher und mich von deren Food- und Dienstleistungsqualität zu überzeugen ;-)

Spezialisiert auf das Catering von Events jeglicher Art gehört PIZZA INNOVAZIONE definitiv zu dem Besten, was mobile Küchenkonzepte derzeit zu bieten haben. Dies bewiesen die Pizza-Bäcker im Rahmen der Veranstaltung Tourism Matters der Fakultät für Tourismus, Hochschule München, indem sie 120 Veranstaltungsteilnehmer lächelnd und rasch mit vortrefflichen superknusprigen Pizzen verköstigten: www.pizza-innovazione.de

September 2016

Dem Puls der Zeit stets einen Herzschlag voraus – München, 28.09.16

Wie mit der neu gegründeten cocoon hotelgroup gmbh der Ursprungsgedanke der Münchner Cocoon Hotels in zweiter Generation weitergesponnen wird

Check In, Chill Out – mit diesem Credo machen sich die Coocon Hotels seit 2008 als Lifestyle-Produkt mit mittlerweile drei sehr gut ausgelasteten Häusern, allesamt in zentraler Innenstadtlage, einen Namen in der Münchener Hotellandschaft. Was liegt näher, als die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und Cocoon-Fans auch in anderen Städten eine für den jeweiligen Standort maßgeschneiderte Übernachtungsmöglichkeit abseits des Mainstream anzubieten?

Im September 2016 gründeten die Professoren Dr. Axel Gruner und Dr. Burkhard von Freyberg sowie die Unternehmer Johannes Eckelmann und Marc Rosendahl mit der cocoon hotelgroup gmbh die zweite Generation der Cocoon Hotels und bringen mit ihr pünktlich zum Herbstbeginn eine erfrischende Brise in die deutsche Hotellandschaft. Die vier Gesellschafter, die allesamt auf jahrzehntelange Gastgebererfahrung zurück- und seit geraumer Zeit mit einer gemeinsamen Vision in die Zukunft blicken, scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Während Johannes Eckelmann bereits drei Häuser der Marke Cocoon sowie vier weitere Hotels in München betreibt, liegt ihm nichts ferner, als auf der Stelle zu treten. Aufstrebende Konzepte und Player erobern langsam aber sicher auch den Münchner Markt und mischen die bayerische Gemütlichkeit auf. Mit Axel Gruner und Burkhard von Freyberg, beide Hospitality Management Professoren an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München und Berater in Hotellerie und Gastronomie, sowie mit Marc Rosendahl mit langjährigen Erfahrung im Cruise Operations Management (Finanzen & Prozesse), holt sich Eckelmann geballte Kompetenz ins Boot beziehungsweise in den Kokon.  Entpuppen wird sich ein lebensfrohes, professionelles, überwiegend standardisiertes Hotel- und Gastrokonzept, das auf dem Fundament der bestehenden Cocoon Values aufbaut. Neben der Markenprofilierung und -penetration stehen vor allem die Bereiche Unternehmensentwicklung, Qualitätsmanagement, Vertrieb, Prozessoptimierung sowie ein neues Getränke- und Speisenangebot ganz oben auf der Agenda der vier „Cocooner“. Das Augenmerk liegt dabei auf einer innovativen Evolution des Grundgedankens der Marke Cocoon. „Den Schlüssel für das Tor zur Zukunft sehen wir in unserer Innovationskraft“, so die einhellige Meinung der Gesellschafter. Als Innovationsexperten liefern Gruner und von Freyberg jene Impulse und Ideen hinsichtlich Gastronomie-, Lobby-, Personal-Konzept usw., die eine fundierte Herangehensweise bedingt.

 

Im Inneren des Kokons

Was steckt konkret hinter der neuen cocoon hotelgroup? Das ursprüngliche Cocoon-Motto – Check In, Chill Out –  wird weiterhin groß geschrieben. Auch in den urbanen Oasen der neuen Cocoon Hotels übernachtet der Gast stressfrei, sammelt in seinem „Kokon“ neue Kräfte oder vernetzt sich mit Gleichgesinnten. Dieses „Cocooning“ wird künftig noch intensiver bespielt und dabei um die Dimensionen „Fashion“ und „Passion“ erweitert.  Die fashionaffine und weltoffene Zielgruppe wird in allen Bereichen der Hotels auf Leidenschaft, Energie und Lebensfreude treffen. Passionierte Gastgeber, natürliche und hochwertige Materialien, ein ausgereiftes B&F (Beverage&Food) Konzept und der klare Fokus auf Lokalität wissen Gäste zu begeistern und zu beflügeln. Innovative Technologien katalysieren dabei die Mission der Cocoon Hotels, dem Puls der Zeit einen Herzschlag voraus zu sein.

 

Come In and Chill out

Der „Cocoon“ ist als urbaner Rückzugsort zwar stabil, aber keineswegs nach außen abgeriegelt und dem Hotelgast vorbehalten. Mit angesagten Veranstaltungen, flankiert durch ausgefallene Drinks und eine elektrisierende Atmosphäre, wird der Kokon zum Hotspot der Stadt und lockt auch externe Gäste an. Aus Nachbarn werden schließlich Freunde, aus Gästen werden Cocooner. Die entstandene „Cocoonity“, die nicht zuletzt sämtliche Mitarbeitende umfasst, verharrt dabei nie lange im selben Stadium. Die freigesetzten Synergien ebenen immerfort neue Wege und regen zur persönlichen Evolution an: www.cocoon-hotels.de

Juli 2016

Innovationen managen – München, 07.07.16

In den vergangenen Monaten haben sich mein „Sparringspartner“ Burkhard von Freyberg und ich intensiv mit INNOVATIONEN beschäftigt. In diesem Zusammenhang ist zu diesem Thema die erste branchenspezifische Publikation entstanden, die im August im Matthaes Verlag erscheint.

Des Weiteren haben wir all unser Wissen komprimiert und ein innovatives Hotelkonzept entwickelt, das den Hotelmarkt zukünftig bereichern wird… Seien Sie gespannt!

Die Hospitality-Industrie des frühen 21. Jahrhunderts zeichnet sich durch beschleunigte und bisweilen sich sprunghaft ändernde Rahmenbedingen aus. Gastgeber sehen sich einem harten nationalen wie auch internationalen Wettbewerb, stetem technologischem Fortschritt sowie sich rasch wandelnden Kundenbedürfnissen gegenüber. Mit der Reiseerfahrung wachsen auch die Ansprüche des Gastes. Gleichzeitig erobern neue Geschäftsmodelle bedeutende Marktanteile, und so ist es für Hoteliers und Gastronomen essentiell, für den langfristigen Fortbestand ihres Unternehmens fortlaufend mit innovativen Lösungen aufzuwarten.

• Doch was ist unter Innovationen konkret zu verstehen, und wodurch werden sie angestoßen?
• Womit beginnt die Innovationstätigkeit, und ist sie jemals abgeschlossen?
• Was sind die Innovationstreiber?
• Wie kann man Innovationen systematisieren?
• Wie schafft man im Unternehmen ein Innovationsklima?

Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die vorliegende Publikation, in dem die theoretische Herangehensweise durch zahlreiche Beispiele sowie Interviews mit Branchenstars anschaulich ergänzt wird. Ein hilfreicher Ratgeber beim Finden des eigenen Innovationsweges!

Innovationen managen – in Hotellerie und Gastronomie, Stuttgart 2016

Januar 2016

Buchcovershooting Gastronomie managen-29

Gastronomie managen – München, 16.01.16

Die Gastronomie als Profitcenter! Oder wie Sie mit Bewirtung Geld verdienen!

Ende März erscheint im Matthaes Verlag unser (Axel Gruner/Burkhard von Freyberg/Moritz Euchner) jüngster Gastro-Ratgeber für den die reizende Fotografin Carmen Palma in der coolen Theresa Bar gestern die Autoren ablichtete.

Der Einstieg in die Gastronomie aber auch das Betreiben eines etablierten Restaurants ist nicht so einfach, wie Gäste oftmals vermuten: „Ein Bier zapfen und ein Schnitzel oder Burger braten kann ich auch.“ – Über die Hälfte aller Gastronomie-Eröffnungen schließen nach maximal zwei Jahren. Zurück bleiben oft hohe Schulden und die Erfahrung des Scheiterns. Unternehmensgründer sollten vor dem Einstieg mehrere Jahre Berufspraxis gesammelt und so viel Kapital auf der Seite haben, dass sie mindestens zwei  Jahre ohne Betriebseinnahmen auskommen können. Auch wenn dies der Fall ist, dürfen sich die Existenzgründer zu Beginn keine größeren unternehmerischen Fehler leisten.

Das Buch zeigt auf, wie unnötig anfallende Kosten vermieden sowie Umsatzchancen genutzt werden können. Zudem dienen wertvolle Praxistipps erfolgreicher Gastronomen der Veranschaulichung. Diese Impulse sollen in besonderem Maße (angehenden) Gastgeber dabei unterstützen, entsprechende Handlungsempfehlungen im Betrieb umzusetzen. Durch die Orientierung am Produktlebenszyklus einer Unternehmung werden sie von den Anfängen über die Revitalisierung bis zur potenziellen Schließung eines Betriebes begleitet. Dies soll je nach individueller Phase des Betriebes aufzeigen, welche Optimierungsmaßnahmen jeweils ergriffen werden können.

Gastronomie managen – Umsatzchancen nutzen, Kostenfallen meiden, Stuttgart 2016

November 2015

Impulse Meldung 11.15

Apartments & Ferienhäuser vom Feinsten – MANZARA Istanbul/ Ayvalik, 07.11.-12.11.15

Ost und West,  Orient und Okzident – wie sind diese so gegensätzlich anmutenden Welten vereinbar? Die Antwort lautet MANZARA. Hinter diesem türkischen Wort, welches zu Deutsch „Aussicht“ oder „Ausblick“ bedeutet, verbirgt sich ein einmaliges Hospitality Konzept in der Türkei. Mit seinem Geschäftsmodell der Vermietung von liebevoll gestalteten Dachgeschosswohnungen in Verbindung mit authentischen Istanbul-Erlebnissen sucht das Architektenehepaar Gabriele und Erdogan Altindis eine interkulturelle Brücke zwischen Istanbul und Deutschland zu schlagen. In mehr als 30 Stadtwohnungen setzen die beiden Visionäre dieses Anliegen bereits erfolgreich in die Tat um.

Ob „Bosphorus“, „Topkapi“ oder „Hagia Sophia“: in beinahe sämtlichen Stadtwohnungen vermag der Gast in atemberaubender Aussicht in Verbindung mit ausgefallenem Design zu schwelgen. Der Anreiz, das Apartment zu verlassen, entpuppt sich als gering. Folgt man aber schließlich doch den Gerüchen der Bazare, dem Ruf der Muezzine, dem Lüftchen des Bosporus, so beginnt man, Istanbul mit allen Sinnen zu erleben. Bei den MANZARA Stadtspaziergängen, Führungen, Bootsfahrten oder kulturellen Veranstaltungen taucht der Gast bereits in der ersten Minute zur Gänze in diese reizvolle Stadt ein. Der womöglich bereits etwas ausgewaschene Begriff der Authentizität erlebt bei MANZARA eine regelrechte Wiedergeburt. Eine Atmosphäre der Begegnung und des Austauschs schaffen Gabriele und Erdogan nicht nur mit ihrem Team, sondern auch mit all jenen, die im Laufe der Jahre Teil ihres weitverzweigten Netzwerks geworden sind.

Um seinen Gästen dieses sagenhafte Gesamterlebnis künftig auch fernab des städtischen Trubels am Meer bieten zu können, entwickelt das Ehepaar seit letztem Jahr ein ähnliches Konzept in der Kleinstadt Ayvalik. Allerdings stehen hier für den Gast liebevoll restaurierte und designte Häuser bereit: www.manzara-apartments.com/de/

[Text: Laura Schmidt]

Juli 2015

„Martin Fauster & Friends“ – Tue Gutes und rede darüber! München, 26.07.15

Am Sonntag, 26. Juli 2015 lud der Münchner Sternekoch Martin Fauster bereits zum neunten Mal international ausgezeichnete Meisterköche in den Königshof ein,  die auch in diesem Jahr Gäste für wohltätige Zwecke verwöhnten.
Den Erlös der Veranstaltung in Höhe von 35.000 Euro erhielten anteilig die Philipp-Lahm-Stiftung, der Verein Lichtblick Seniorenhilfe e.V., die Bayerische Sportstiftung und das Clemens-Maria-Kinderheim in Putzbrunn.
An den Kochstationen, die sich großzügig über Küche und Restaurant verteilten, wurden über den ganzen Nachmittag auf höchstem Niveau beeindruckende Kreationen geschaffen, begleitet von bestem Tropfen – unter anderem aus dem eigenen Anbau der Familie Geisel in Tauberfranken.

Martin Fausters Friends im Überblick: Eckart Witzigmann (Jahrhundertkoch), Hans Haas (Tantris, München), Norbert Niederkofler (St. Hubertus, St. Kassian), Roland Trettl (Koch & Genießer, überall), Ralph Knebel (Erbprinz, Ettlingen), Bobby Bräuer (EssZimmer, BMW Welt, München), Thomas Kahl (Käferschänke, München), Thomas Kellermann (Kastell, Wernberg), Herbert Hintner (Restaurant zur Rose, Eppan), Hans Neuner (Ocean, Vila Vita Parc, Algarve), Dieter Koschina (Vila Joya, Algarve), Gabi Taubenheim (Königshof, München), Tohru Nakamura (Geisels Werneckhof, München) und Bernard Antony (Maître Fromager, Vieux Ferrette).

Mein Lieblingsgericht war die Curry-Zitronengrascreme samt Oktopus und Calameretti von Hans Haas. Aber dies lag sicherlich auch an dem netten Plausch mit dem äußerst sympathischen Zwei-Sterne-Koch.

April 2015

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Akademiker in der Hotellerie?! Audio-Interview zum Thema im HOTELIER TV & RADIO, 27.04.15

Managementkarrieren in der Tophotellerie – das ist nur noch mit einem Studium von z.B. Hospitality Management möglich. Prof. Dr. Axel Gruner von der HAW München weist auf den hohen Praxisbezug in seinen Studiengängen hin. Schlagworte wie dynamische Märkte, sich rasant verändernde Gästeerwartungen oder der Fachkräftemangel charakterisieren die Hotellerie und Gastronomie des frühen 21. Jahrhunderts exemplarisch.

März 2015

(Koch-)kunst trifft auf Kreativität! Hamburg, 29.03.15

Simpel aber alles andere als banal: Eines der kreativsten und schmackhaftesten Amuse gueules meines (langen) Lebens konnte ich im Brüdigams genießen: Miniburger mit frischem Lachs auf Trüffel-Honig-Frischkäse als Auftakt vor Rote Beete Carpaccio mit gratiniertem Ziegenkäse sowie Stubenküken an gegrilltem Spargel und Pommes Frites von der Süßkartoffel. Begleitet wurde das Erlebnis für alle Sinne von zweierlei Hamburger Wacholdergetränken:  Gin Sul – schmeckt mehr nach Grand Marnier als nach Gin – und sehr leckerem Kraftwert drei Gin Fleur in Fassstärke.

Kochen, Reisen, Vintage in Form von Kunstgegenständen und stilvollen Möbeln – das Restaurant Brüdigams in Hamburg Eimsbüttel bietet vielfältige Eindrücke, welche der Sammelleidenschaft des Inhabers Frank Brüdigam geschuldet sind. Mehr als 4.000 Kochbücher hat der Hausherr zusammengetragen; selten, dass die Gäste auf einem Stuhl desselben Modells sitzen.

Frank Brüdigam: „Es genügt nicht, wie es gerade Mode ist, ein paar Vintage-Möbel ins Restaurant zu stellen – ich will für jede Vase, jeden Stuhl und jedes Bild den optimalen Platz finden!“ Die Stücke stammen aus der ganzen Welt, aber besonders prägend sind für den Kosmopoliten London, Paris und Barcelona. Mehrmals jährlich besucht er die wettbewerbsintensiven Metropolen und kehrt mit „neuen“ Einrichtungsgegenständen und Ideen für seine kulinarischen Kreationen zurück.

 

Mitarbeitermangel im Gastgewerbe begegnen und Fixkosten senken! München, 23.03.15

Wie reagiere ich als Unternehmer flexibel auf Personalengpässe, Auftragsspitzen sowie zusätzlichen Know-how-Bedarf zeitnah und ohne die Fixkosten zu erhöhen?

Wie können motivierte Studenten und Berufseinsteiger Praxiserfahrung sammeln, sich beruflich orientieren oder für den Arbeitsmarkt weiter qualifizieren ohne sich schon auf einen bestimmten Arbeitsplatz festlegen zu müssen?

Die Zusammenarbeit mit einem auf die Hospitality Branche spezialisierten Personaldienstleister birgt sowohl für Arbeitgeber wie auch flexible motivierte Arbeitnehmer zahlreiche Vorteile, wenn keine Festanstellung angestrebt wird.

Seit mehreren Jahren kenne ich  Jörg Stannek und Sibu Aminian, welche am Jahresanfang resultierend aus ihrer Leidenschaft für die Hotellerie und Gastronomie die Talent Garden GmbH (www.talentgarden.de) gründeten. Weshalb sie sich selbständig gemacht haben, beschreiben sie auf ihrer ansprechenden Website:  „Die Idee für Talent Garden entstand hingegen aufgrund ganz unterschiedlicher Motive. Während Jörg auf drei Jahrzehnte intensiver und weitreichender Erfahrung in der Gastronomie zurückblickt, litt Sibu nicht selten unter fehlender Freundlichkeit und Herzlichkeit. Anknüpfend an diese beiden Perspektiven gedieh der Gedanke, gemeinsam etwas zu schaffen, das fundierte Fachkompetenz einerseits und das Wissen um die Wünsche und Erwartungen des Gastes andererseits in gekonnter Form verbindet.“

Neben der Arbeitnehmerüberlassung, vermitteln sie zudem ihre dienstleistungsorientierten jungen Talente nach deren Studienabschluss an Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die dadurch ihren Rekrutierungsprozess deutlich verkürzen können.

Ich wünsche den beiden Entrepreneuren jeden Erfolg!

November 2014

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Sind Sie erfolgreich? Werden Sie erfolgreicher! Schloss Diedersdorf, 24./25.11.14

Das Konsumverhalten der von Hotels und anderen Dienstleistern umworbenen Lebensstilgruppen ist geprägt durch Übersättigung, Angebotsflut sowie dem Wunsch, etwas Besonderes, Einzigartiges zu erleben. Der aktuelle Kunde ist reiseerfahrener, informierter, mobiler, internationaler und hat mehr Auswahlmöglichkeiten als je zuvor. Daraus resultiert ein hoher Anspruch an das Angebot und den Standort, gepaart mit einem zumeist ausgeprägten Preis-Leistungsdenken.

Mit der anspruchsvollen Erwartungshaltung auf Kundenseite korrespondiert bedingt durch den oftmals „gleichgeschalteten Alltag“ ein weiterer Wunsch der Zielgruppe: Individualität.

Gäste favorisieren eine persönliche und herzliche Ansprache in einem Ambiente, das in der jeweiligen Situation (Business, Leisure, Familienreise etc.) zu ihrem Lebensstil passt. Moderne Hotelkonzepte sind jedoch oft standardisiert und damit unpersönlich. Um eine langfristige Bindung und vor allem Kundenloyalisierung aufzubauen, ist es nötig, dieser Strömung individuelle, lebendige Konzepte entgegenzusetzen. Unternehmen der Hospitality Branche müssen eine für den Gast plausible Geschichte erzählen, welche primär – wie in einem Theaterstück – durch die Einrichtung sowie die Beleuchtung und deren Design als räumliche Mittel bestimmt wird. Die neue Generation der Geschäftsreisenden und Urlauber möchte nicht nur Grundbedürfnisse befriedigen; sie möchten etwas erleben. Gäste werden während eines Hotelaufenthaltes selbst Teil der Inszenierung »Hotel, Restaurant etc.« und spielen Haupt- oder Nebenrollen. Die Bühne muss der jeweiligen Inszenierung gerecht werden und unter anderem Raum für den Auftritt (z. B. Lobby), Aktion (z. B. Tagungsraum) den Rückzug (z. B. Lounge) und Genuss (z. B. Restaurant) bieten.

Abhängig vom (Hotel)-konzept sowie der -kategorie werden an die Architektur und Einrichtung unterschiedliche Anforderungen gestellt. Eine auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmte Markenarchitektur, ein konsequentes Raumkonzept sowie der stimmige Einsatz von Mobiliar führen zur Differenzierung im Wettbewerb und schaffen so einen eigenständigen Wiedererkennungswert. (Quelle: Gruner, A.: Wie Phönix aus der Asche – vom austauschbaren Beherbergungsbetrieb zum kunst- und designaffinen Bachmair Weissach, in Passport 2/2014)

Wie der Wandel von einem austauschbaren Dienstleistungsbetrieb zu einem Lieblingsplatz für anspruchsvolle Gäste in wenigen Monaten gelingen kann, wenn der strategische Fit Betreiber/Konzept/Standort stimmt, wird im Rahmen der Veranstaltung Tag der Brandenburgischen Tourismuswirtschaft  am 24./25. November 2014 in Schloss Diedersdorf vermittelt: www.tourismusakademie-brandenburg.de/anmeldung

Oktober 2014

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Katalanische Küche trifft regionale Schweizer Küche! Verbier (CH), 23.10.14

Im Rahmen des letzten Schliffs der Publikation Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor in Hotellerie und Gastronomie traf ich mit meinem Co-Autor Burkhard von Freyberg  im W Verbier den spanischen Starkoch Sergi Arola www.sergiarola.es.

Das «W Verbier» ist das erste Alpendomizil der Starwood Designmarke W Hotels. Für das gastronomische Konzept wurde der aus Barcelona stammende Sergi Arola, einer der kreativsten Akteure der spanischen Alta Cocina, verpflichtet.

In der Schweiz besuchte er vorwiegend in der Alpenregion mehrere Monate regionale und lokale Produzenten, um sich von der Vielfalt sowie Qualität der Schweizer Produkte inspirieren zu lassen.

Sergi Arola kombiniert seine eigenen, von spanischen Einflüssen geprägten Kreationen mit klassischen Schweizer Gerichten, woraus beispielsweise nachfolgende Speisen resultieren: Schweizer Trockenfleisch mit Raclettekäse an einer Zitronenvinaigrette; geschmorte Schweinsbäggli mit lokalem Geisskäse, Gerstenrisotto mit Gruyère, mit Tomatenmus gefüllte Patas Bravas dazu Alioli und zum Dessert Beignets mit Williamsbirnensorbet.

August 2014

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Restaurant serviert seit 1947 nur ein Menü! Isola Comacina, 02.08.14

Neben den Münchner Szene Gastronomen „der verrückte Eismacher“ Matthias Münz www.facebook.com/dERvERRUECKTEeISMACHER und Avni Berisha von den Barer Brüdern www.barer47.de/ war auch ich Gast auf „der Hochzeit des Jahres“ am Comer See.

Im Restaurant La Locanda dell`isola Comacina duften wir ein perfekt inszeniertes Menü genießen, das bereits seit 1947 als einzige Speisenfolge gereicht wird… www.comacina.it/isola/locanda_karte.htm. Den Abschluss bildete ein bei Glockengeläute mit reichlich Brandy entflammter Kaffee, den der Wirt Benvenuto „braute“, während er lautstark die Geschichte der Insel erzählte. – Offensichtlich sind auch verwöhnte VIPs angetan;  auf der Gästeliste stehen u.a. George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Britney Spears, Madonna, Joe Cocker und Elton John.

Juli 2014

OhJulia

Tipp – Italienisches Lebensgefühl für 1 Euro! München, 22.07.14

Frisch gebackenes Brot aus dem eigenen Steinofen, hausgemachte Pasta, leckere Antipasti, knackige Salate und einen perfekten Espresso für 1 Euro! – Wahrscheinlich der günstigste Espresso Münchens; am tiefsten muss dafür 1000m entfernt in die Tasche gegriffen werden: das Mandarin Oriental  berechnet 5,50 Euro für den kurzen Genuss. – Als Service- und Küchenmitarbeiter agieren überwiegend lebensfreudige und serviceorientierte Italiener: OhJulia, das ist authentisches, frisches, mediterranes Lebensgefühl mitten in München, zentral gelegen in der Hofstatt Passage: www.ohjulia.de

April 2014

Terrasse

Nachhaltigkeit am „Ende der Welt“! Schaprode, Rügen, 24.04.14

Abends gegen 22:00 Uhr betraten wir hungrig und müde von der langen Anreise Schillings Gasthof www.schillings-gasthof.de am Hafen von Schabrode. Was wir an diesem und an den zwei folgenden Tagen erleben durften, war Gastfreundschaft wie aus dem Bilderbuch. Trotz der späten Stunde wurde für uns die Küche reaktiviert und eine Rinder-Currywurst gezaubert, die locker mit der Sylter Sansibar Berühmtheit mithalten kann.

Im Gespräch mit dem Inhaber Mathias Schilling erfuhr ich, dass er die kleine Nachbarinsel Öhe besitzt, auf der er die wichtigsten Zutaten für seine bodenständig-innovative-superfrische Küche „anbaut“. Nachfolgend ein Auszug aus einem Interview mit ihm, das in Gänze in meiner im Herbst erscheinenden Publikation Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor in Hotellerie und Gastronomie abgedruckt wird.

Aus welchen Gründen verfolgen Sie das Thema Nachhaltigkeit in Ihrer Unternehmemsstrategie?

Unser Betrieb ist aus einer Landwirtschaft heraus entstanden. Ein Grünlandbetrieb mit 75 ha Fläche auf dem wir Bio-Rindfleisch produzieren. Dieser Betrieb ist zu klein um davon leben zu können, liegt aber auf einer kleinen Insel vor Rügen.  Es war also notwendig bei der Vermarktung unserer landwirtschaftlichen Produkte in der Wertschöpfungskette, in die Tiefe zu gehen.

Da wir in einer Touristenregion liegen haben wir uns im Jahr 2009 entschlossen, einen Gasthof neben unserem Betrieb zu eröffnen. In diesem vermarkten wir seither unser eigenes Rindfleisch.

Einerseits verfolgen wir das Thema Nachhaltigkeit also aus persönlichem Interesse, andererseits aus der Notwendigkeit heraus, höherer Preise für eine begrenzte Menge an Produkten zu generieren, da wir einfach nicht mehr produzieren können. Durch die konsequente Umsetzung dieser Nachhaltigkeits- und   Qualitätsziele, hat sich dies zum Kern unseres Marketings entwickelt und ist unser USP.

In einem immer stärker werdenden Wettbewerb und einer immer größeren Saturiertheit der Konsumenten haben wir das Thema Nachhaltigkeit, neben dem Schaffen von Erlebnissen, zu unserer Kernstrategie gemacht.

 

Wie können Sie als Gastronom sichergehen, tatsächlich Produkte einzukaufen, die nicht nur einem „Green washing“ unterzogen wurden?

Wir haben beim Einkauf eine betriebsinterne Rangfolge eingeführt.

  1. Was wir selbst produzieren können, steht an erster Stelle. Bei uns ist das  Rind- und Lammfleisch. Hier verwenden wir nichts anderes, da es auch von uns erwartet wird. In Konsequenz bedeutet dies „wenn aus dann aus“, zugekauft wird nicht.
  2. Regional: Es gibt nur einheimischen Fisch. Kartoffeln und Gemüse je nach Verfügbarkeit aus der direkten Nachbarschaft. Feste Lieferbetriebe, eher kleine Strukturen: Manufakturen und befreundete Landwirtschaftsbetriebe.
  3. Nur was wirklich nicht anders geht, wird im Großhandel gekauft.

Bio-Produkte haben eine nicht so große Bedeutung. Unser Fleisch ist biologisch erzeugt und zertifiziert, aber wir bezeichnen es nicht, da es zwar in der Gastronomie die Einzelkomponentenauslobung gibt aber der Betrieb doch zertifiziert sein müsste. Diesen Aufwand betreiben wir zurzeit nicht.

 

Sind Ihre Gäste bereit, für nachhaltig erzeugte Lebensmittel einen höheren Preis zu bezahlen?

Durch unsere Wirtschaftsweise und die Möglichkeit die Geschichte jedes unserer Produkte zu erzählen, haben wir sehr viel mediale Resonanz. So haben wir Artikel im Feinschmecker, im Slowfood in der Bild der Frau und anderen Magazinen gehabt. Dazu kommen diverse Filme im NDR, ZDF und ARD etc.

Durch diese mediale Präsenz haben wir uns eine Klientel aufgebaut, welche auf unseren Ansatz Wert legt und diesen auch honoriert. Es kommt also nicht so sehr auf den Preis sondern auf das Produkt an. Natürlich müssen auch wir uns am Wettbewerb orientieren aber sollte ein Gericht mal teurer sein, kann dies immer argumentiert werden und wird verstanden. Eine Preisdiskussion kennen wir eigentlich nicht. Eher „ es ist nicht ganz günstig aber sein Geld wert“. In einigen Bereichen, wie unserem Steak, spielt der Preis quasi gar keine Rolle sondern nur die Frage: „Habt Ihr welches oder ist es aus?“. Auf die begrenzte Menge Steak weisen wir im Übrigen schon gleich in der Karte hin.  Einige Gerichte wie unser Rinds-Burger haben bei den Gästen schon Kult-Status erlangt. Der Preis wird sich allerdings nie ändern, da er Preisindikator für den Laden geworden ist.

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190-mal Gusticus! Autobahnraststätte Feucht, 19.04.14

Im Rahmen einer längeren Autobahnfahrt verlangte die Familie nach einer Pause.  Nicht nur die Toilette sollte besucht werden, auch hatten meine beiden Söhne Hunger. Während in Österreich die Landzeit Autobahnrestaurants (http://landzeit.at/de) und in der Schweiz Marché Restaurants (www.marche-restaurants.com/de) den rastbedürftigen Reisenden auf hohem Niveau kulinarisch beglücken, versucht in Deutschland Serways (www.serways.de) neben sauberen Toiletten „Rundum Genuss“ anzubieten.

Bedauerlicherweise bleibt es zumeist beim Versuch, wie ich leider schon mehrmals feststellen musste. Liegt es an meiner übersteigerten  Qualitätserwartung?  –  Qualität ist das, was der Gast als Qualität empfindet – Evtl. trifft das Angebot ja auch die Qualitätserwartung der anderen Reisenden?! Nach dem Besuch des partiell defekten Pissoirs begutachtete ich zunächst die Auswahl an vorgefertigten Speisen, welche bereits deutlich unter der permanenten Hitzeeinwirkung gelitten hatten. Auch das Salatangebot konnte nicht überzeugen. Also wählte ich – da man bei diesem Gericht eigentlich nichts falsch machen kann – eine große Portion Ravioli in Tomatensauce für € 7,99. Diese wurden vor mir von einem mürrischen „Koch“ aus der TK-Schublade in einen Korb geworfen, den er anschließend in offensichtlich lauwarmes Wasser tauchte (ein Blasensieden war nicht zu erkennen). Selbstverständlich benutzte der „Koch“ für das Entnehmen der Ravioli aus der Kühlschublade die bloße Hand und keine Handschuhe (weshalb auch, hatte er doch zuvor mit dieser und einem Putzlappen den Herd abgewischt). Aufgrund eines Missgeschicks entglitt ihm der Korb mit den Ravioli, sodass sich der Inhalt in das Wasserbad ergoss… – Laut fluchend wiederholte er erfolgreich die Prozedur des Raviolierhitzens. Anschließend schüttete in eine Pfanne Tomatensoße, die er kurz erhitzte, um darin die Ravioli zu schwenken. Nach wenigen Minuten auf dem Herd wurde der Inhalt auf einen tiefen Teller angerichtet und nach Rückfrage mit Parmesan bestreut.

An der Kasse zahlte ich bei einem anderen Gusticus-Mitarbeiter, der mir mit einem strahlenden Lächeln ob des bevorstehenden Osterfestes „Frohe Weihnachten“ wünschte. Ich bedankte mich mit einem „Guten Rutsch“. – Am klebrigen, schmucklosen Familientisch angekommen stellte ich fest, dass die Ravioli in der Mitte noch eiskalt waren… – also nochmals zurück, den unfreundlichen und unfähigen Speisenerwärmer angesprochen, der noch schlechter gelaunt die Ravioli ohne ein Wort des Bedauerns in einen Mikrowellenherd schob, da er „die Ravioli in der Pfanne nicht noch einmal erhitzen könne“.

Wie wirbt Serways: „Die schönste Art der Entspannung inklusive Genuss. Das Beste an der Autobahn.“ -  Aber wie gesagt, eventuell ist meine Erwartungshaltung überzogen. Den anderen Reisenden scheint das Konzept zu gefallen, wie ist es sonst erklärbar, dass davon 190 Betriebe existieren? Was wohl die Schweizer und Österreicher über das gastronomische Angebot unserer Autobahnraststätten denken?

März 2014

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Beef! Berlin, 04.03.14

Dry-Aged, Wet-Aged, Wagyu Kobe Style Beef – mit Beef-Know-how glänzt spätestens seit der Weber-Grill-Invasion auf den Balkonen und Terrassen nicht nur der Gourmet-Metzger.

Wer sind im Beef-Segment die führenden Zulieferer & Zubereiter? Was erwartet der anspruchsvolle weitgereiste Gast von einem Prime-Beef-Grill-Restaurant? Für eines der führenden Design-Hotels scanne ich derzeit  den Markt, um den Gourmet-Grill zu konzipieren & zu eröffnen.

Meine Recherche führte mich u.a. nach Berlin ins FILETSTÜCK Prenzlauer Berg  www.filetstueck-berlin.de. Resultat: Bester, sehr persönlicher Service und Fleisch, wie ich es bisher nur wenige Male in meinem  Leben genießen durfte.

Ob Carpaccio vom John Stone Filet mit Knochenmark, Schnittlauch und Parmesan, mindestens fünf Wochen gereiftes Entrecôte vom Pommerschen Rind, Rinderfilet von John Stone oder das FILETSTÜCK-Dessert, das Restaurant FILETSTÜCK begeistert durch eine partiell ungewöhnliche Präsentation & einen entspannten Service. Störend wirkte nur die Profi-Nespresso-Maschine, die allerdings zeitnah durch ein italienisches Siebträgermodell substituiert werden soll. Verständlich, dass bei den im FILETSTÜCK aufgerufenen gastfreundlichen Preisen, nicht gleich alles Premium sein kann.

Januar 2014

25hoursberlin

Coole Betreiber I Cooles Hotel! Berlin, 28.01.14

Glückwunsch! 25hours ist nun auch in der Hauptstadt präsent und bietet einen äußerst entspannten Aufenthalt mit Ausblick auf den Tiergarten oder beispielsweise die Gedächtniskirche!

Als einer der ersten drei Gäste hatte ich im Rahmen des Deutschen Hotelkongresses das Vergnügen, im Hotel vor der offiziellen Eröffnung zwei Nächte zu verbringen. Dank des Zimmers im 7. Stock mit herrlichem Blick auf den verschneiten Zoo, wähnte ich mich bei offenen Fenster und Affengeschrei tatsächlich im „Urban Dschungel“.

Auch die Gastrokonzepte sind alles andere als austauschbar: Neni Berlin, Monkey Bar, Burger de Ville und die Woodfire Bakery stehen für Frische, Qualität und nicht alltägliche Sinneseindrücke.

Tipp: In der Dachgeschoss-Bar mit umlaufender Terrasse die hauseigenen Gin-Longdrink-Variationen testen und dabei die Aussicht genießen.

http://www.25hours-hotels.com/de/bikini/virtualtour/rundgang.html

Dezember 2013

Story Telling als Basisanforderung! Freinsheim, 26.12.13

Landhotel Altes Wasserwerk – Der Name des in der idyllischen hessischen Weinstadt Freinsheim gelegenen 4-Sterne-Hotels weckt Emotionen. Bilder eines historischen Gebäudes inklusiver hessischer Gastfreundschaft und angebotener regionaler Produkte entstehen im Kopf; Vorfreude auf einen schönen Kurztrip anlässlich des Geburtstags einer Freundin kommt auf.

Die Ankunft vor dem herrlich restaurierten historischen Gebäude lässt das Herz schneller schlagen – umso heftiger ist die Rückkehr in die Realität. Die Empfangsmitarbeiterin bereitet einen herzlichen Empfang in Räumlichkeiten, deren Möblierung und Bebilderung aus einem 2-Sterne Hotel irgendwo auf der Welt stammen könnten. Auch das im nüchternen Neubau bezogene, saubere Zimmer zeugt vom mangelnden Verständnis, dass ein Reisender dem Alltag entfliehen möchte und Erlebnisse sucht, die unter anderem auf der Geschichte des Hauses basieren können.

Erlebnisinszenierung verfolgt das Ziel, bestimmte Gefühle der Gäste durch Bilder (Thematisierung), Umstände (Setting) und Geschichten hervorzurufen, die den Gast vollständig in die Situation eintauchen lassen. Der Besucher erfährt das Gefühl, »Teil der Story« und damit der Erlebniswelt zu werden, indem eine geschlossene und authentische Geschichte erzählt wird. Die Geschichte kann dabei eine bekannte Erzählung sein (z. B. Hotels im Disneyland), die Historie des Hauses widerspiegeln (z.B. Romantik Hotel Schloss Rheinfels) oder eine eigens erfundene Story (z. B. 25hours Hotel Wien) vermitteln. Ziel ist es, den Gast in die Geschichte einzubeziehen, um interessante Eindrücke zu bieten, ihm die Besonderheit/ Wertigkeit des Aufenthaltsortes bewusst zu machen und damit emotional zu binden. Das inszenierte Hotel wiederum verliert seine Austauschbarkeit und bietet „Stoff“ für Erzählungen unter Freunden sowie für Medienberichte.

Die Mutter aller Imagefilme! München-Schwabing, 15.12.13

„Dieter Schweiger ist Chief Executive Officer eines Familienunternehmens mit Tradition. Er denkt und handelt lösungsorientiert. Strategisch richtet er seinen Standort nach seinen innovativen und kundenorientierten Kernkompetenzen aus, die von A wie Apfel bis Z wie Zitrone reichen. Es wurde wirklich Zeit, dass über ihn und sein Produktportfolio ein Film gedreht wurde. Und was für einer, “die Mutter aller Imagefilme”, wie der breit aufgestellte Unternehmer sagt.“ (Quelle: www.sueddeutsche.de, Einsehdatum: 15.12.13)

Bitte auf das Bild oder hier klicken, um den Film zu sehen!

 

November 2013

Wie begeistere ich meine Gäste und animiere sie zur Bestellung von Kuchen? Gmund-Dürnbach, 10.11.13

Die Außenansicht des Gasthaus Jennerwein animierte zur Einkehr. Eine schöne Stube, die nette aufmerksame Bedienung und kreativ interpretierte regionale Speisen übertrafen die Erwartung der Familie. Aber einen bleibenden Eindruck hinterließen die mit einem Gruß aus der Küche versehenen Kuchenprobierstückchen zum Espresso. Geringer Wareneinsatz, maximaler Begeisterungsfaktor…

 

Rhön_Impulse

Rätsel: Bayerisches Mittelgebirge mit vier Buchstaben? Hausen-Roth, 02.11.13

Das Rhön Park Hotel – Aktiv Resort erhält eine eigene App mit diversen Funktionen für Hotelgäste und -mitarbeiter. – Eine Applikation soll auch der Vermarktung von regionalen Sehenswürdigkeiten, Dienstleistern und Zulieferern dienen. Damit soll ein Teil der Entwicklungskosten gedeckt und das Marketing von Partnern unterstützt werden. Die ablehnende Antwort auf die Anfrage beim ortsansässigen Autohaus, das u.a. seit Jahren die Firmenwagen des Hotels liefert und wartet sowie von dem Gästeaufkommen an der eigenen Tankstelle profitiert, steht stellvertretend für viele andere Profiteure der Marketingaktivitäten des Hotels: „Wir wissen ja nicht, welcher Mehrumsatz uns dadurch entsteht!“  – „Partner schafft“ vom Feinsten!

Ein Blick nach Österreich in die Destination Saalbach Hinterglemm Leogang zeigt, wie gemeinschaftliches Marketing Früchte tragen kann. Bäcker, Tankstellenbesitzer, Gastronomen, Einzelhändler, Hoteliers und andere Profiteure des Tourismus zahlen einen Beitrag in den Marketingtopf ein, der letztendlich allen zugutekommt…

Biosphärenreservat Rhön lautet des Rätsels Lösung.

 

Oktober 2013

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Toiletten schaffen Erlebnisse! Hamburg, 26.10.13

WC, Abort, Wasserklosett, Pissoir, stilles Örtchen, Donnerbalken… – diese Wörter meinen denselben profanen Raum. Häufig sind Toiletten wie Fenster, die einem Gast Einblicke in die Kultur eines Landes geben und die Vorstellungen des Wirtes von Gastlichkeit und Hygiene dokumentieren. Die Toiletten eines Gastgebers sind zumeist sogar das Spiegelbild der Küche – zahlreiche Mystery Checks und viele Besuche von gastgewerblichen Einrichtungen belegen diese These. Tipp: Bei Unsicherheit, ob man in einem bestimmten Betrieb essen möchte, zunächst die Toilette besuchen!

Seit wenigen Jahren zeichnet sich ein Trend zur Inszenierung von Toiletten ab. Das Hamburger 25hours HafenCity Hotel begeistert mit (Vintage-)Elementen und Materialien aus dem Schiffsbau, die mit einem Augenzwinkern interpretiert werden. So auch das WC, welches mit auffälligen Rohren, Lichteffekten, Wassereimern etc. den Besucher in ein U-Boot versetzt…

 

Borkum Impulse

Borkumer Fischplatte im Kaffeepöttchen und Altes Fischerhaus! Borkum, 25.10.13

Die Repositionierung eines Ferienhotels führte mich bei herrlichem Wetter auf die schöne Nordseeinsel Borkum. Voller Freude nahm ich die Einladung des Auftraggebers zum abendlichen Fischessen an.

Im Restaurant „Kaffeepöttchen und Altes Fischerhaus“ wurde die Borkumer Fischplatte empfohlen, bestellt und serviert… – Nach den drei unterschiedlichen Fischsorten auf dem Teller befragt, erhielt ich von der Bedienung zur Antwort „Rotbarsch, Seelachs und Pangasius“! Wunderbar, eine international zusammengestellte Fischplatte mit Meer- und (Zucht-)Süßwasserfischen. Zumindest das Pangasiusfilet, welches unter einem Berg Zwiebeln begraben war, habe ich verschmäht. Der aus Asien mehr als 10.000km angereiste, dort liebevoll in kristallklarem Wasser mit wertvollen Medikamenten unter vielen Seinesgleichen aufgezogene Wels hätte mir als oral eingenommene „Impfung“ für Jahre den Gang zum Arzt erspart…

 

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Alles für den Kunden!

Werbeträger sollten meines Erachtens „wertig“ sein und dem Beschenkten von Nutzen. So bestellte ich innerhalb von drei Jahren zum zweiten Mal lederbezogene USB-Sticks bei www.flashbay.de. Leider war die Prägung diesmal kaum lesbar. Resultat: Beweisfoto per Mail geschickt, USB-Sticks mittels UPS abgeholt, knapp zwei Wochen später wurden die neu geprägten Sticks ohne Aufpreis geliefert. – Top Performance! Wo bestelle ich wohl meine nächsten Sticks, ohne lange nach dem Preis zu fragen?

 

September 2013

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Wegen Reichtum geschlossen! Rottach-Egern 04.09.13

Beim ersten Spaziergang am See gegen 17:30 Uhr wollte man meiner Frau und mir in drei unterschiedlichen Gastronomiebetrieben keinen Kaffee ausschenken:

Wunderbar, wenn man mit der Familie unterwegs ist, die gerne am See etwas trinken und relaxen würde… Versöhnt wurden wir in den nächsten Tagen durch hervorragende Gastgeberleistungen im Bachmair Weißach,  der Café-Bar sissi, im Sansibar Store Rottach-Egern und der Königsalm.